Herzlich Willkommen beim Heidelberger Freundeskreis Kumamoto!

Seit 1991 sind wir der kompetente Ansprechpartner rund um die Städtepartnerschaft zwischen Heidelberg und Kumamoto, der modernen, geschichtsreichen Stadt im Herzen Kyûshus, Japans zweitgrößter Insel.

Wir möchten Sie auf dieser Website über unsere Ziele informieren und Sie außerdem über aktuelle

Veranstaltungen auf dem Laufenden halten. Gerne begrüßen wir Sie auch bei unseren Treffen und Veranstaltungen. Wenn Sie unseren Verein unterstützen möchten, so freuen wir uns auf Ihre Mitgliedschaft.

Aktuelles und Interessantes

 

Die Stadt Kumamoto

Partnerstadt Heidelbergs

seit 1992

Lage

auf Kyûshû, der südlichsten der vier Hauptinseln Japans; Kumamoto ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und drittgrößte Stadt auf Kyûshû

Einwohner  

über 740.000 (Stand: 2016)

Zeitverschiebung

plus 8 Stunden

Währung 

Yen

Offizielle Sprache

Japanisch

Universität/ Studierende 

Zwölf öffentliche und private Universitäten und Fachhochschulen mit insgesamt rund 30.000 Studierenden, darunter die staatliche Universität Kumamoto sowie die Universität der Präfektur Kumamoto

Wichtigste Wirtschaftszweige  

Dienstleistungsbereich, Groß- und Einzelhandel, Lebensmittelhandel, Hightech-Industrie, Biotechnologie (Die Insel Kyûshû ist auch bekannt als „Silicon Island“ Japans)

Partnerstädte

Guilin (China), San Antonio (USA), Heidelberg, Fukui (Japan)

   
   
 

 

Schweres Erdbeben erschüttert die Region Kumamoto

 

Kumamoto traf es schlimmer als gedacht

Unser Vorsitzender Hans-Jürgen Howoldt besuchte unlängst unsere japanische Partnerstadt, die vor wenigen Wochen bei einem Erdbeben schwer beschädigt wurde. Wie Hans-Jürgen Howoldt berichtet, feiern die Japaner gerade die "Golden Week", eine Reihe von Feiertagen, wie gemacht zum Urlauben. In Kumamoto lockt der blaue Himmel, es ist 25 Grad warm.

Howoldt schreibt der RNZ: "Doch hier ist in diesem Jahr alles anders. Oberflächlich betrachtet scheint die Stadt zur Normalität zurückgefunden zu haben. Die Schnellzugverbindungen stehen wieder, der Flughafen ist geöffnet, und sogar die Autobahn ist wieder befahrbar. Wären da nicht die vielen blauen Farbtupfer im Häusermeer: helle Plastikplanen, mit denen die Hausbesitzer versuchen, ihre beschädigten Dächer gegen Regen zu schützen."

Immer noch leben über 20 000 Evakuierte in Turnhallen und öffentlichen Gebäuden. 10 00 Haushalte sind ohne Wasser, 15 000 ohne Gas. 2000 Häuser wurden völlig zerstört, 2500 beschädigt. Das einzige große Krankenhaus ist geschlossen. Die Zukunft des Bürgerhospitals, mit dem die Heidelberger Universitätsklinik seit 23 Jahren einen jährlichen Austausch organisiert, steht auf der Kippe - die Sanierung ist zu teuer. Howoldt berichtet: "Es hat nicht nur alte Häuser getroffen; die neueste Schule der Stadt, am 1. April erst eingeweiht, ist nicht mehr zu nutzen. An vielen Gebäuden sind Fasadenverkleidungen abgeplatzt, Fenster gesprungen, Türen verzogen. Das ganze Ausmaß der Schäden erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Die meisten Hauseigentümer haben keine Erdbebenversicherung, wissen nicht, wie sie den Aufbau finanzieren sollen. Die Verunsicherung ist groß: Kinder leiden an posttraumatischem Stress, wollen nicht mehr schlafen; viele Erwachsene leben seit Tagen in ihren kleinenAutos."

Besonders schwer zu schaffen macht Kumamoto die Schäden an der Burg, deren Stellenwert noch größer zu sein scheint als der des Schlosses für die Heidelberger. Niemand weiß, wer den Wiederaufbau bezahlen soll - auch wenn die Regierung in Tokyo Unterstützung angekündigt hat. "Aber die Hilfsbereitschaft ist groß", so Howoldt. "Überall sieht man Freiwillige aus ganz Japan: "Hunderte, meist junge Leute, warten geduldig in langen Schlangen auf ihre Registrierung. Viele haben ihre Aussüstung mitgebracht und in einem kleinen Park ihr Zelt aufgeschlagen."  Und auch Heidelberger Zeichen der Solidarität mit der Partnerstadt würden "äußerst dankbar angenommen"" 

 

  

Kumamoto City Hospital teilweise nicht mehr zur Benutzung zugeslassen

Einen besonderen Stellenwert im Rahmen der Städtepartnerschaft Heidelberg - Kumamoto hat der Medizineraustausch zwischen dem Universitätsklinikum Heidelberg und dem Kumamoto City Hospital. Wegen des schweren Erdbebens am 16. April 2016, und der mittlerweile über 1.200 Nachbeben, mußte ein für Juni geplanter Heidelberg-Besuch einer Ärztegruppe aus Kumamoto abgesagt werden.

 

Dr. med. Stefan Zimmermann, Oberarzt am Zentrum für Infektiologie, Med. Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Heidelberg und Mitglied des Freundeskreises war in Japan und besuchte auch Kumamoto. Hier sein Bericht in Auszügen:

 

"Ich war im Kumamoto City Hospital und wir konnten dort auch (mit Helm und Führer) die beiden gesperrten Türme des KCH besichtigen. Letzte Woche war die offizielle Baubesichtigung durch die Experten und Statiker, deren Bericht nun erwartet wird. Der mittlere (älteste) Turm wird - zumindest ab Etage 3 - nicht mehr zur Benutzung zugelassen. Die Klinikleitung hofft aber auf eine Wiederzulassung des Nordturms, da dann auch wieder Patienten stationär aufgenommen werden könnten. Derzeit läuft nur ein eingeschränkter Ambulanzbetrieb im Erdgeschoss des Südturms. Die meisten Mitarbeiter (Ärzte und Pfleger) sind auf andere Krankenhäuser verteilt oder zur Unterstützung in den Evacuation Centers abgeordnet, von denen es im Stadtbereich noch über 100 gibt. Die meisten Geräte (Narkosegeräte, Babyinkubatoren, CT, etc.) sind noch intakt, stehen aber im Nord- oder Mittelturm.

 
Was das KCH derzeit am dringensten bräuchte, wären geeignete Räume für die Aufstellung von Geräten und Patientenbehandlung. Alles wartet derzeit gespannt auf den Baubericht, da natürlich auch für die Mitarbeiter viel davon abhängt, ob sie weiterhin am KCH beschäftigt werden können. Der Neubau des KCH an anderer Stelle wurde von der Stadt wohl bereits verbindlich beschlossen. Ob dieser bereits in 2018 oder erst Anfang 2019 zur Verfügung steht, lässt sich derzeit nicht genau sagen.

 

 

Spendenkonto für Erdbebenopfer in Heidelbergs Partnerstadt Kumamoto

Nach den schweren Erdbeben in Heidelbergs Partnerstadt Kumamoto laufen die Aufräumarbeiten. In der Präfektur Kumamoto starben bei zwei starken Erdstößen und mehreren Nachbeben mehr als 40 Menschen, über 1000 weitere wurden verletzt. Mehrere tausend Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Zehntausende Bewohnerinnen und Bewohner mussten aus ihren Häusern fliehen und wurden in Notunterkünften untergebracht.

 

Um die Menschen in Kumamoto in dieser schweren Zeit zu unterstützen, starten der Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V., der Stadtjugendring Heidelberg e.V. und die Stadt Heidelberg gemeinsam einen Spendenaufruf. Die gesammelten Spendengelder werden von der Stadt Heidelberg an die Stadt Kumamoto überwiesen und sollen in erster Linie der Betreuung von traumatisierten Kindern zukommen.

 

Wer Spenden möchte, überweist das Geld bitte auf folgendes Konto:

 

Stadt Heidelberg

Sparkasse Heidelberg

IBAN: DE15 6725 0020 0009 2572 25

BIC: SOLADES1HDB

Verwendungszweck:  Erdbeben Kumamoto

 

Der Heidelberger Freundeskreis Kumamoto e.V. bedankt sich für die Unterstützung.

 

 

Freundeskreis unterstützt Schülerreise des Bunsen-Gymnasiums

Im Rahmen der jungen Partnerschaft zwischen dem Bunsen-Gymnasium und der Seiseiko Oberschule in Kumamoto sind am 27. September 2016 15 Schüler und zwei Lehrkräfte des Bunsen-Gymnasiums nach Japan aufgebrochen. Die Schüler und Lehrer werden sich mehrere Tage in Kumamoto aufhalten und dort bei japanischen Gastfamilien unterkommen. Darüber hinaus wird die Gruppe Kyoto, Nara und Tokyo besuchen. Der Freundeskreis unterstützt diesen Schüleraustausch mit jeweils 50,-- Euro pro Teilnehmer. Unser Vorsitzender Hans Howoldt hat dem verantwortlichen Organisator Herr Bildstein diesen Betrag übergeben (Bild) und dabei auch hilfreiche Ratschläge, Tipps und Kontaktadressen für diese interessante Reise nach Japan weitergegeben. Der Freundeskreis wünscht der Schülergruppe einen interessanen und erfolgreichen Aufenthalt in Japan.

 

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